Pflege und Reinigung von Pflaster- und Plattenbelägen
Damit die Qualität und das Erscheinungsbild Ihrer neuen Pflaster- und Plattenbeläge auch für lange Zeit erhalten bleibt, sollten Sie die Oberfläche regelmäßig reinigen und pflegen sowie vor starker Überlastung schützen.
Pflege und Reinigung von Pflaster- und Plattenbelägen
Damit die Qualität und das Erscheinungsbild Ihrer neuen Pflaster- und Plattenbeläge auch für lange Zeit erhalten bleibt, sollten Sie die Oberfläche regelmäßig reinigen und pflegen sowie vor starker Überlastung schützen.
Betonsteinpflaster, Terrassenplatten und Ökopflaster unterscheiden sich in ihrer Pflege nur in Details – die Grundregeln gelten für alle Beläge gleichermaßen. Dieser Leitfaden zeigt, worauf Sie achten sollten, welche Reinigungsmethoden geeignet sind und wo typische Fehler die Fläche dauerhaft schädigen.
Spitze und scharfkantige Gegenstände können Kratzer auf der Oberfläche verursachen. Leichte Kratzspuren und Reifenspuren nutzen sich zwar mit der Zeit durch natürliche Beanspruchung der Fläche ab, sollten aber dennoch weitestgehend vermieden werden.
Nässe bzw. Wasser beeinträchtigt Plattenbeläge und Pflastersteine indirekt. So kann andauernde Feuchtigkeit im Freien die Moos-, Flechten- und Algenbildung fördern. Insbesondere Staunässe, welche den schnellen Abfluss von Wasser verhindert und dadurch Kalkablagerungen auf der Oberfläche begünstigt, sollte verhindert werden.
2. Unsere Pflege- und Reinigungshinweise
Unsere Steine sind Teil Ihres Lebensraums, Verschmutzungen sind dabei etwas ganz Natürliches – genau wie die anschließende Reinigung und Pflege. Reinigungsmethoden gibt es zahlreiche, die Wahl sollte allerdings immer in Abhängigkeit vom Material sowie der Art und dem Umfang der Verschmutzung getroffen werden.
Normale Verschmutzungen von Pflaster- und Plattenflächen lassen sich in der Regel schon durch Kehren oder eine Bürste und klares Wasser reinigen. Die Oberfläche sollte immer möglichst frei von Materialien gehalten werden, welche die Fläche beschädigen können.
Hartnäckige Verunreinigungen durch Fett- und Getränkeflecken, Laub-, Gras- und Pflanzenflecken sowie Rostflecken oder Kalkablagerungen können dagegen zu ausgeprägten Verschmutzungen führen. Versuchen Sie, die Beläge immer zeitnah mit genügend klarem Wasser zu reinigen, um ein tiefes Eindringen der genannten Substanzen in die Oberfläche zu umgehen. Bei hartnäckigen Verschmutzungen empfiehlt sich bei Bedarf die Anwendung eines neutralen Reinigers. Um Fehler in der Praxis zu vermeiden, wenden Sie sich im Vorfeld vertrauensvoll an Ihren Landschaftsgärtner.
Der Einsatz von Kehrmaschinen oder Hochdruckreinigern ist generell nicht zu empfehlen. Beide können aber, frühestens ein Jahr nach der Verlegung, eingesetzt werden. Unsachgemäß angewendet, können beide Reinigungsmethoden das Fugenmaterial aus Pflaster- und Plattenbelägen entfernen und diese dadurch zerstören.
Hochdruckreiniger, auch in Kombination mit sogenannten Terrassendüsen, können zudem einen hohen Wasserdruck aufbauen. Viele Materialien widerstehen diesem Wasserstrahl nicht. Herausgeplatzte Kiesel oder abgesprengte Steinschichten sind häufig die Folgen. Die Oberfläche der Beläge wird zunehmend rauer, Versiegelungen und Imprägnierungen können zerstört und die Struktur des Materials langfristig geschädigt werden.
3. Pflegebedarf
Der Pflegebedarf richtet sich immer nach Ihren eigenen Ansprüchen, was die Dauerhaftigkeit einer Fläche betrifft. Je mehr Zeit Sie in die Pflege Ihrer Pflaster- und Plattenbeläge investieren, umso langlebiger ist die Konstanz der Fläche und ihrer Ursprünglichkeit.
Die Fugenpflege einer Fläche hat besonders in den ersten Jahren eine hohe Bedeutung. Bei ungebundener Bauweise ist insbesondere nach Fertigstellung ein regelmäßiges Nachfüllen von Fugenmaterial erforderlich, damit die Fuge vollständig gefüllt bleibt. Ist die Fuge nicht dauerhaft geschlossen, können Steine kippen oder absacken.
Pflegemittel: Viele unserer Steine sind bereits mit einem wirksamen Tiefenschutz ausgestattet und zudem durch unsere Imprägnier-Technologie gut vor Verunreinigungen und mechanischer Beanspruchung gewappnet (entsprechend gekennzeichnet). Möchten Sie dennoch ein Pflegemittel verwenden, lassen Sie sich bitte von Ihrem Landschaftsgärtner professionell beraten.
Reinigung nach Material: Betonsteinpflaster, Terrassenplatten, Ökopflaster
Die oben genannten Grundregeln gelten für alle Beläge – bei einzelnen Produktgruppen kommen jedoch Besonderheiten hinzu.
Betonsteinpflaster reinigen Betonsteinpflaster verträgt normale Reinigung mit Kehren, Bürste und klarem Wasser gut. Bei besonders stark strukturierten oder gestrahlten Oberflächen setzen sich Verschmutzungen leichter in den Poren fest – hier lohnt sich häufigeres, dafür schonenderes Reinigen statt seltener Intensivreinigung mit Hochdruckreiniger.
Terrassenplatten reinigen Terrassenplatten sind besonders empfindlich gegenüber Punktbelastungen und starkem Wasserdruck, da sie im Vergleich zu klassischem Pflaster größere, dünnere Formate haben. Ein Hochdruckreiniger kann hier schneller Kanten beschädigen oder Fugenmaterial vollständig entfernen als bei kleinformatigem Pflaster. Kehren und milde Nassreinigung sind die sicherere Wahl.
Ökopflaster reinigen Bei Ökopflaster ist besondere Vorsicht geboten: Die versickerungsoffenen Fugen oder der haufwerksporige Beton, die für die Wasserdurchlässigkeit sorgen, reagieren empfindlich auf Hochdruckreiniger und saugende Kehrmaschinen. Wird das Fugenmaterial herausgespült, geht die Versickerungsleistung der Fläche verloren – im schlimmsten Fall dauerhaft. Bei Ökopflaster empfiehlt sich deshalb ausschließlich schonende Reinigung mit Besen und klarem Wasser sowie eine regelmäßige Sichtkontrolle der Sickerfugen.
Winterdienst auf Pflaster- und Plattenbelägen
Auch der Winterdienst zählt zur Pflege einer Fläche und wird in der Praxis häufig unterschätzt. Mechanisches Schneeräumen mit Kunststoffschiebern schont die Oberfläche in der Regel gut. Beim Einsatz von Auftaumitteln ist Vorsicht geboten: Chloridhaltige Streusalze können die Betonoberfläche über mehrere Winter hinweg angreifen und die Frost-Tau-Beständigkeit beeinträchtigen. Mildere Alternativen wie abstumpfende Streumittel (Splitt, Sand) sind für die Steinoberfläche in der Regel schonender. Bei imprägnierten oder versiegelten Oberflächen sollten Sie die Herstellerangaben zur Salzverträglichkeit beachten.
Typische Fehler bei der Pflege von Pflaster- und Plattenbelägen
Hochdruckreiniger zu früh eingesetzt Innerhalb des ersten Jahres nach der Verlegung ist die Fläche besonders empfindlich. Ein Hochdruckreiniger kann in dieser Phase das noch nicht vollständig gesetzte Fugenmaterial komplett auswaschen.
Terrassendüse verwendet Die punktuelle Bündelung des Wasserstrahls erzeugt einen so hohen Druck, dass Kiesel herausplatzen oder Steinschichten absprengen können – bei fast jedem Material ein Risiko.
Fugen nicht regelmäßig nachgefüllt Besonders in den ersten Jahren nach der Verlegung setzt sich das Fugenmaterial. Wird es nicht nachgefüllt, verlieren die Steine ihre seitliche Führung und können kippen.
Ökopflaster mit Kehrmaschine gereinigt Saugende Kehrmaschinen entfernen bei versickerungsoffenen Belägen genau das Material, das die Wasserdurchlässigkeit sicherstellt. Die Sickerfunktion kann dadurch dauerhaft verloren gehen.
Aggressive Reiniger statt neutraler Mittel verwendet Säurehaltige oder stark alkalische Reiniger können die Oberfläche und vorhandene Imprägnierungen angreifen. Bei hartnäckigen Flecken ist ein neutraler Reiniger die sicherere Wahl.
Streusalz auf empfindlichen Oberflächen Regelmäßiger Einsatz von Streusalz auf imprägnierten oder besonders empfindlichen Oberflächen kann die Schutzwirkung über die Zeit mindern.
Die häufigsten Fragen zur Pflege von Pflaster und Platten
1. Darf ich meine Terrasse mit dem Hochdruckreiniger reinigen? Grundsätzlich ist davon abzuraten. Frühestens ein Jahr nach der Verlegung ist der Einsatz möglich, sollte aber vorsichtig und mit ausreichendem Abstand erfolgen, um Fugenmaterial und Oberfläche nicht zu beschädigen.
2. Wie oft muss ich die Fugen nachfüllen? Besonders in den ersten Jahren nach der Verlegung regelmäßig, sobald sich das Fugenniveau sichtbar absenkt. Danach richtet sich der Bedarf nach Nutzung und Witterung.
3. Warum bildet sich Moos oder Algen auf meinem Pflaster? Meist liegt die Ursache in Staunässe – wenn Wasser nicht schnell genug abfließt, begünstigt die dauerhafte Feuchtigkeit Moos-, Flechten- und Algenbildung. Ein ausreichendes Gefälle bei der Verlegung beugt vor.
4. Kann ich Ökopflaster genauso reinigen wie normales Pflaster? Nein, bei Ökopflaster sollten Sie auf Hochdruckreiniger und saugende Kehrmaschinen verzichten, da diese die versickerungsoffenen Fugen leerräumen und die Wasserdurchlässigkeit dauerhaft beeinträchtigen können.
5. Ist Streusalz für Betonpflaster schädlich? Regelmäßiger, intensiver Einsatz kann die Oberfläche über mehrere Winter angreifen. Abstumpfende Streumittel wie Splitt sind in der Regel die schonendere Alternative.
6. Muss ich meine Steine imprägnieren? Viele LIMEX-Produkte sind bereits werksseitig mit Tiefenschutz oder Imprägnier-Technologie ausgestattet (entsprechend gekennzeichnet). Für zusätzliche Pflegemittel empfehlen wir eine professionelle Beratung durch Ihren Landschaftsgärtner.
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